Graduiertenkonferenz

Das Hauptanliegen der regelmäßig stattfindenen Graduiertenkonferenz besteht darin, interessierten Doktoranden aus dem Bereich der Parteienwissenschaften ein Forum zur Vorstellung und Diskussion ihrer Forschungsprojekte zu bieten und ihnen gleichzeitig die Gelegenheit zu geben, untereinander Kontakte für den weiteren wissenschaftlichen Werdegang zu knüpfen.

Siebte Düsseldorfer Graduiertenkonferenz Parteienwissenschaften (GraPa 2016)

Am 12. und 13. Februar richtete das PRuF zum siebten Mal die Düsseldorfer Graduiertenkonferenz Parteienwissenschaften aus. Die interdisziplinäre Konferenz bietet Promovierenden auf dem Gebiet der Parteienwissenschaften die Gelegenheit, ihre Projekte und Ideen vorzustellen und zu präsentieren. In diesem Jahr begrüßte das PRuF 15 Vortragende, darunter unter anderem Angehörige der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als auch Teilnehmende von fünf ausländischen Universitäten. Die sieben Panels spiegelten die thematische und disziplinäre Vielfalt der Forschung zu Parteien wider. Die Konferenz zeigte zudem die Wichtigkeit des fachlichen Dialogs unter Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern für den Fortschritt von wissenschaftlichen Arbeiten. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Stadtsparkasse Düsseldorf und vom Verein der Freunde und Förderer des Sozialwissenschaftlichen Instituts (verso).

Die Graduiertenkonferenz Parteienwissenschaften feiert ihr erstes Jubiläum


Während es Draußen stürmte, fanden sich am 7. und 8. Februar auf Einladung des PRuF (Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung) auch dieses Jahr wieder um die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Fünften Düsseldorfer Graduiertenkonferenz Parteienwissenschaften, kurz GraPa, zusammen. Mit ihrem ersten kleinen Jubiläum ist die GraPa mittlerweile eine interdisziplinäre Nachwuchskonferenz mit internationaler Ausrichtung geworden. Vier Referentinnen und Referenten kamen aus dem Ausland (Niederlande, Belgien und Israel). Möglich gemacht wurde die Durchführung der Konferenz auch durch die Spenden der Stadtsparkasse Düsseldorf und von Verso.
Prof. Dr. Thomas Poguntke, Direktor des PRuF, eröffnete launig die Konferenz mit dem Blick auf ein interessantes Programm aus elf Vorträgen. Das Markenzeichen der GraPa sind dabei vor allem die spannenden Diskussionen nach jedem Vortrag, die als Feedback an die Referentinnen und Referenten zu ihren aktuellen Dissertationsprojekten dienen.
In einem ersten Panel befassten sich gleich drei Vorträge mit der Kandidatenselektion, Wahlkampagnen und Wahlen. Zwei dieser Vorträge hatten mit den Bundestagswahlen 2013 einen hochaktuellen Bezugspunkt. In einem zweiten Panel ging es um die Regierungsbildung und -beteiligung, gefolgt von dem Themenfeld der Parteiprogrammatik und -organisation und Reformen in diesem Bereich. Den Schlusspunkt des ersten Tages markierte ein Vortrag über Liquid Democracy aus einem rechtlichen und demokratietheoretischen Blickwinkel. Wer wollte, konnte sich dann am Abend des ersten Konferenztages einem gemütlichen Beisammensein in der Altstadt anschließen.
Der zweite Konferenztag wurde komplett auf Englisch durchgeführt. Hier ging es zunächst um innerparteiliche und direkte Demokratie. So wurde z. B. ein Index zur Messung des Grades innerparteilicher Demokratie vorgestellt. Der abschließende Vortrag war dann ganz auf die europäische Ebene und in die Zukunft gerichtet und befasste sich mit der Kandidatenauswahl bei den Europawahlen 2014.
In seinem Schlußwort betonte Prof. Dr. Martin Morlok, stellv. Direktor des PRuF, neben dem Empirischen, das ebenso seine Notwendigkeit habe, vor allem den Erkenntnisgewinn, den jedes Forschungsvorhaben in den Mittelpunkt stellen sollte.
Was bleibt also von der GraPa? Wie schon in den Vorjahren eine schöne Erinnerung an eine gelungene Veranstaltung, interssante Diskussionen und Unterhaltungen und die ein oder andere Begegnung, der vielleicht noch weitere folgen werden.

Von Jecken und Parteienforschern

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Graduiertenkonferenz vor der Heinrich-Heine-Statue
Herr Prof. Martin Morlok, z. Zt. stellv. Direktor des PRuF, bei der Begrüßung
Sabrina Mayer beim Vortrag im großen Vortragssaal der Universitäts- und Landesbibliothek, vor aufmerksamen Zuhörern
Dr. Simon T. Franzmann, Diskussionsleiter des zweiten Panels, in jahreszeittypischer Verkleidung der indigenen Bevölkerung
Herr Prof. Ulrich von Alemann, ehem. stellv. Direktor des PRuF und ehem. Prorektor der HHUD, bei der Diskussionsleitung des vierten Panels
Herr Prof. Thomas Poguntke, z. Zt. Direktor des PRuF, bei der Diskussionsleitung des fünften und sechsten Panels

Mitten in der närrischen Zeit trafen am 8. und 9. Februar 2013 auf der Vierten Düsseldorfer Graduiertenkonferenz Parteienwissenschaften über 50 Parteienforscher zusammen. Im Rahmen der vom PRuF (Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung) ausgerichteten interdisziplinären Fachkonferenz wurden 14 aktuelle Dissertationsthemen vorgestellt. Bei den anschließenden intensiven Diskussionen konnte der Blick auch auf die vor dem Konferenzraum befindliche Heinrich-Heine-Statue in der Mitte des Campus schweifen.
Neben der Verbindung der beiden Fächer Politikwissenschaft und Jura lag der Anspruch der Konferenz darin, fast fertige Dissertationen neben solche in einer frühen Phase zu stellen, sowie den methodischen Bogen von einer quantitativen bis hin zu einer qualitativen Herangehensweise und normativen Ansätzen zu spannen. So ergab sich für alle Referentinnen und Referenten in den Diskussionen und Gesprächen ein gehaltvolles und fruchtbares Feedback von anderen Teilnehmern, auch aus der Sichtweise des jeweils anderen Faches, einer anderen methodischen Herangehensweise oder vor dem Hintergrund der jeweiligen Länderexpertise - eine Reihe von Teilnehmern war aus dem Ausland angereist.
Das Konferenzprogramm verfolgte den Anspruch, einzelne Vorträge nicht bloß aneinander zu reihen, sondern sie zu inhaltlichen Panels zusammenzufassen, die wiederum (teilweise) aufeinander aufbauen konnten. Den Rahmen bildeten der erste Vortrag von Julian Rössler, der anhand der völkerrechtlichen Voraussetzungen für Parteiverbote die Voraussetzungen für politische Parteien beleuchtete und der letzte Vortrag von Rouven Keller, der anhand der Europarteien aus einer normativen Sichtweise die elementare Mittlerfunktion politischer Parteien ins Visier nahm. Im zweiten Panel zur Parteiidentifikation konnten Sabrina Mayer und Martin Schultze zeigen, dass bei der quantitativen Forschung nach wie vor großer Bedarf besteht, die Messinstrumente und -fragen weiterzuentwickeln, so z. B. die Untersuchung der multiplen Parteiidentifikation. Das dritte Panel zu (Rechts-)Populismus, Rechtsextremismus und den möglichen Reaktionen auf diese Entwicklungen war mit fünf Vorträgen das umfangreichste und damit auch ein Fingerzeig auf ein Thema, das in den letzten Jahren (wieder) akut geworden ist. Saskia Ruth konnte zeigen, wie und in welchem Umfang sich populistische Parteien in Lateinamerika nach der Regierungsübernahme anpassen. Der Rechtsextremismus in Ungarn war Thema der beiden nächsten Vorträge von Péter Csingár und Philipp Karl. Nach einer Darstellung der rechtsextremen Jobbik konnte mit Bezug auf den Rechtsextremismus in Ungarn im Allgemeinen u. a. dessen Netzwerkcharakter aufgezeigt werden. In den beiden letzten Vorträgen dieses Panels standen dann ganz die tatsächlichen und möglichen Reaktionen auf diese Entwicklungen im Mittelpunkt. So konnte Dominik Schnieder aus der juristischen Perspektive am Beispiel des Verfassungsschutzes in Deutschland auch vor dem aktuellen Hintergrund der NPD die Beobachtung politischer Parteien eingehender darstellen. Carolina Tobo weitete diese Sichtweise auf die allgemeine Frage aus, wie moderne liberale Demokratien mit rechtsextremen Parteien umgehen.

Der zweite Konferenztag begann mit der untersten Ebene der Parteimitglieder. Herr Prof. von Alemann, ehem. stellv. Direktor des PRuF, übernahm hier die Diskussionsleitung. Während Anna-Lena Wilde die älteren Parteimitglieder im Blick hatte, waren es bei Claudia Hülsken die jungen. Von den Parteimitgliedern zur lokalen Ebene: Hier war es Oliver D`Antonio, der im fünften Panel die lokale Verankerung politischer Parteien in den beiden Großstädten Frankfurt am Main und Leipzig untersuchte und dabei drei Parteitypen zu Grunde legen konnte. Die FDP entspricht demnach in beiden Untersuchungsstädten dem Typus der entkoppelten Partei. Hier hat also eine Partei nicht nur auf Bundesebene ein Problem. Die immer noch weniger gängigen Koalitionen zwischen CDU und Grünen und deren Bildung auf der lokalen Ebene waren Thema der Präsentation von Martin Gross. Mit dem Vortrag von Marko Stojic wurde zum Schluss schließlich noch der große Sprung von der lokalen hin zur europäischen Ebene vollzogen. Am Beispiel serbischer und kroatischer Parteien analysierte er deren Einstellungen und vor allem auch den Wandel der Einstellungen gegenüber der EU.
Zum Schluss konnte Herr Prof. Poguntke, Direktor des PRuF, eine durchweg positive Bilanz für die diesjährige Graduiertenkonferenz ziehen. Zwei Tage lang hatten mehr Teilnehmer als je zuvor aus dem In- und Ausland die Möglichkeit, intensiv aktuelle Dissertationsthemen zu diskutieren und sich auszutauschen.
Womit das Ende auch der Anfang wäre: Wie Herr Prof. Morlok, stellv. Direktor des PRuF, bereits in seinen Eingangsworten betont hatte, dient die Graduiertenkonferenz nicht zuletzt dem Vernetzen, auch und gerade über die Konferenz hinaus.

 

Fotos: Jannike Riesch, Sören Lehmann, Arno von Schuckmann, Sven Jürgensen

Neugier mit Methode: Junge Parteienforscher stellten am PRuF ihre Projekte vor

Am vergangenen Wochenende fand am PRuF erfolgreich die Dritte Düsseldorfer Graduiertenkonferenz Parteienwissenschaften statt. Zu der interdisziplinären Tagung waren Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Rechts- und Politikwissenschaften aus dem In- und Ausland gekommen.
In den insgesamt dreizehn Vorträgen wurde der ganze Facettenreichtum der Parteienwissenschaften anhand aktueller Dissertationsprojekte vorgestellt. Dabei reichten die Themen von der historischen Betrachtung der Entstehung politischer Parteien über die Herausforderung durch euroskeptische und rechtspopulistische Parteien, Parteien auf der europäischen Ebene, Parteipositionen, Parteienrecht sowie Parteienfinanzierung und dem Blick auf außereuropäische Parteiensysteme.
Angeregt und konstruktiv wurden alle Vorträge mit den Referenten jeweils im Anschluss diskutiert, so dass die Promovierenden dieses Feedback in ihre laufenden Dissertationsprojekte mit aufnehmen konnten, ein zentrales Anliegen der Konferenz.
Der Direktor des PRuF, Prof. Dr. Thomas Poguntke, verwies auf die Internationalität der Vorträge und Teilnehmer, der durch eine Kombination aus deutschen und englischen Vorträgen und Diskussionsbeiträgen Rechnung getragen wurde. Prof. Dr. Morlok, stellv. Direktor des PRuF, lobte in seinem Schlusswort die durchgehend hohe Qualität der Präsentationen und den souveränen Vortragsstil. Er gab allen Teilnehmern mit auf den Weg, sich nicht nur dem Diktat der Methode zu beugen, sondern auch weiterhin die wissenschaftliche Erkenntnis in den Vordergrund der eigenen Arbeit zu rücken.

Hier der Link zum Programm der DGKP.

Zweite Auflage des Doktorandenkolloquiums war voller Erfolg

Am ersten Novemberwochenende 2010 fand am PRuF das zweite Doktorandenkolloquium Parteienwissenschaften statt.
Rund 40 Nachwuchswissenschaftler  waren der Einladung der beiden Institutsdirektoren Prof. Dr. Martin Morlok und Prof. Dr. Thomas Poguntke gefolgt, darunter vor allem Politikwissenschaftler und Juristen, aber auch Zeithistoriker und Soziologen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland.
Das einigende Band bildete dabei die Faszination am gemeinsamen Forschungsgegenstand „Politische Parteien".

Wie bei der Premiere im Jahr 2009 bestand das Hauptanliegen der Veranstaltung auch diesmal darin, interessierten Doktoranden aus dem Bereich der Parteienwissenschaften ein Forum zur Vorstellung und Diskussion ihrer Forschungsprojekte zu bieten und ihnen gleichzeitig die Gelegenheit zu geben, untereinander Kontakte für den weiteren wissenschaftlichen Werdegang zu knüpfen. Am Ende der beiden Veranstaltungstage zog Prof. Dr. Thomas Poguntke ein durchweg positives Fazit:
„Wir haben wieder einmal gesehen, wie vielschichtig und facettenreich die Parteienforschung ist. Die verschiedenen Sichtweisen können nur voneinander profitieren.“
Weiterhin lobte der Professor für Vergleichende Politikwissenschaft in seinen Abschlussbemerkungen die freundschaftlich-konstruktive Atmosphäre der Veranstaltung und bedankte sich bei allen Förderern und Referenten. Ein Sonderlob für die Vorbereitung und reibungslose Durchführung des Kolloquiums ging an das Organisationsteam des PRuF um Jens Walther.

 

Erstes Düsseldorfer Doktorandenkolloquium Parteiwissenschaften

Raum für interdisziplinäre Zusammenarbeit bietet das Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung (PRuF) seit vielen Jahren.
Dieser Idee folgend, führte das PRuF nun auch am 06. und 07. Februar 2009 das erste ‚Düsseldorfer Doktorandenkolloquium Parteiwissenschaften‘ durch. Das Kolloquium zeichnete sich nicht nur durch rege Teilnahme von Graduierten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem nahen europäischen Ausland aus, sondern auch durch die vollständige Annahme des interdisziplinären Rahmens der Veranstaltung seitens der Teilnehmer. So waren neben Politikwissenschaftlern und Juristen auch Historiker, Linguisten und Soziologen anwesend.
Ziel des Doktorandenkolloquiums war es, den Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, ihre Promotionsprojekte vorzustellen und zu diskutierten, um dabei die Grenzen der jeweils eigenen Disziplin zu überwinden. Verbunden wurden schließlich alle Teilnehmer durch den Dialog zum gemeinsamen Forschungsobjekt „Politische Parteien“.
Darüber hinaus sollte es den Graduierten ermöglicht und erleichtert werden, untereinander neue Kontakte für den weiteren wissenschaftlichen Werdegang zu knüpfen.
Inhaltlich befassten sich die Referenten beispielsweise mit den Reaktionen der deutschen Parteien auf gesellschaftliche und mediale Veränderungen, über die Rechtslage und Abgrenzung von Partei- und Abgeordnetenspenden oder mit einer vergleichenden Analyse der deutschen parteinahen Stiftungen in Kenia und Südafrika.
Besonders Augenmerk, bei allen Teilnehmern, fand die Diskussion, inwieweit de jure Spenden an einen Abgeordneten von einer Schenkung zu unterscheiden seien und ob die so oft als Ausgangspunkt von politikwissenschaftlichen Vergleichen und Untersuchungen verwendete Cleavage-Theorie von Lipset und Rokkan wirklich dazu geeignet sei, die Entstehung von Parteien hinreichend zu erklären.
Von Interesse waren jedoch auch die unterschiedlichen Herangehensweisen an die jeweils untersuchte Fragestellung und das Arbeiten mit eigens erhobenen Umfrageergebnissen. Außerdem war es auf dem Kolloquium möglich, die Arbeitsweise und Problemlösungsstrategien der jeweils anderen Disziplinen kennenzulernen.
Einhellige Meinung der Teilnehmer war es, die Veranstaltung zu institutionalisieren und ein zweites Zusammentreffen zu planen.

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