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Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung (PRuF)

 

Das Institut für Deutsches und Europäisches Parteienrecht wurde Mitte 1991 gegründet. Vorausgegangen war seit Ende 1985 das von Dimitris Th. Tsatsos, Professor für deutsches und ausländisches Staatsrecht und Staatslehre, an der FernUniversität Hagen initiierte und durchgeführte Forschungsprojekt „Das Parteienrecht der EG-Staaten“. Prof. Dr. Dr. h.c. Tsatsos fungierte dann ab 1991 auch als erster Institutsdirektor. Seit 1997 übt diese Aufgabe Prof. Dr. Martin Morlok aus.

 

Das Institut wurde insbesondere durch seine führende Rolle bei der Aufarbeitung und Aufklärung der verschiedenen Parteienfinanzierungsskandale national und international bekannt. Zudem hat das Institut seit langem die Entstehung und Entwicklung politischer Parteien auf europäischer Ebene verfolgt. So haben Institutsmitglieder Dimitris Tsatsos’ Initiative für ein Statut für politische Parteien auf europäischer Ebene wissenschaftlich begleitet, das seit 2004 geltendes EU-Recht ist. Nicht zuletzt gibt das Institut mit seinen wissenschaftlichen Symposien und der eigenen Zeitschrift Mitteilungen des Instituts für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung (MIP) einer interessierten Öffentlichkeit Gelegenheit zur Debatte und Diskussion aktueller Themen aus seinem Forschungsspektrum.

 

Im Zuge der Umstrukturierung der nordrhein-westfälischen Hochschullandschaft fand das Institut im Dezember 2001 seinen neuen Sitz an der Heinrich-Heine-Universität in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Hier konnte das Aufgabenspektrum des Instituts durch die neue Kooperation mit der politikwissenschaftlichen Parteienforschung erweitert werden. Dem Rechnung tragend, firmierte das Institut nunmehr als Institut für Deutsches und Europäisches Parteienrecht und Parteienforschung als interdisziplinäre Einrichtung der Juristischen und Philosophischen Fakultäten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Im Rahmen dieser Erweiterung rückte Prof. Dr. Ulrich von Alemann, Inhaber des Lehrstuhl für das Politische System der Bundesrepublik Deutschland, als stellvertretender Direktor in die Institutsleitung ein. Nach achtjähriger erfolgreicher Amtszeit reichte Ulrich von Alemann den Staffelstab weiter. Als amtierender Prorektor der HHU steht er dem PRuF aber weiterhin beratend und unterstützend zur Seite.

Die politikwissenschaftliche Seite vertritt seit dem Sommersemester 2010 der international renommierte Parteienforscher Prof. Dr. Thomas Poguntke, Inhaber des hiesigen Lehrstuhls für den Vergleich politischer Systeme und Politikfeldanalyse. Vom 1. Januar 2011 an wird das PRuF unter dem Namen Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Heinrich-Heine-Universität fortgeführt. Dies spiegelt die herausragende Rolle, die das PRuF in Bezug auf die Parteienforschung in Deutschland und Europa einnimmt.

 

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