26.10.18 12:19

Tagungsbericht: Die „Reichsbürger“

Fotos: Jochen Müller/HHU

Am 18. und 19.10.2018 fand im Haus der Universität die in Kooperation mit dem PRuF von Prof. Dr. Sophie Schönberger und Prof. Dr. Christoph Schönberger organisierte Tagung „Die ‚Reichsbürger‘: Eine neue verfassungsfeindliche Bewegung zwischen Staatsverweigerung und Rechtspersiflage“ statt.

Die interdisziplinäre Tagung mit über 100 Teilnehmern fragte nach dem gesellschaftlichen Phänomen, das sich in der Reichsbürgerbewegung zeigt. Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung, die in gewisser Weise auch als ein „wissenschaftliches Experiment“ angelegt war, lag auf der Rolle der sozialen Ressource Recht. Diese Ressource wird durch die Reichsbürgerbewegung einerseits im Hinblick auf das bestehende staatliche Recht grundlegend in Frage gestellt, zugleich aber in paradoxer Weise als abstrakte Idee in besonderer Weise stark gemacht. Die Reichsbürgerbewegung wirft so auf geradezu einzigartige Weise die Frage danach auf, welche Formen rechtlicher Imagination jenseits der Ausübung physischer staatlicher Zwangsgewalt das rechtlich verfestigte demokratische Gemeinwesen zusammenhalten.

Die Betrachtung des Phänomens aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen und auch aus einer künstlerischen Perspektive warf immer wieder ein neues Licht auf die Reichsbürgerbewegung und führte zu einem angeregten und überaus fruchtbaren Austausch der Disziplinen untereinander. Dies zeigten nicht zuletzt die regen und intensiven Diskussionen auf den unterschiedlichen Podien und mit dem Plenum, die auch während der Pausen angeregt fortgesetzt wurden.

Auch in der Presseberichterstattung fand die Veranstaltung Beachtung. Bezüglich der vorgetragenen und diskutierten Inhalte können wir daher auf folgende Berichte verweisen:

https://www.deutschlandfunk.de/tagung-zu-reichsbuergern-zwischen-staatsverweigerung-und.1148.de.html?dram:article_id=431530

https://verfassungsblog.de/a-ghost-story/

https://www.riffreporter.de/koralle-verfassungsnews/reichsgespenster/

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