30.11.16 17:27

Georgisches Parlament wählt Prof. Dr. Irakli Kobakhidze zum neuen Parlamentspräsidenten

Das georgische Parlament hat am 18. November Prof. Dr. Irakli Kobakhidze zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Der 38-jährige Politiker der GDDG-Partei, die im Oktober die Parlamentswahlen gewonnen hatte, absolvierte wichtige Stationen seiner juristischen Ausbildung am Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung (PRuF) der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität. Nach dem Erwerb des LL.M. an der Juristischen Fakultät im Jahr 2005 wurde Kobakhidze 2006 am PRuF mit einem rechtswissenschaftlichen Vergleich des deutschen und georgischen Parteiwesens promoviert. Er unterrichtete danach an verschiedenen georgischen Universitäten und arbeitete gleichzeitig als Projektleiter für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen. Darüber hinaus war er Sachverständiger für strategische Planungsfragen im Büro des Europarates in Georgien und Mitglied des Ausschusses für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit bei der Open Society-Georgia Foundation. 2015 trat er der Partei „Georgischer Traum - demokratisches Georgien“ (GDDG) bei und wurde deren Generalsekretär. In seiner Parlamentsrede zur Abstimmung betonte er, sich dafür einzusetzen, dass die demokratische Entwicklung in seinem Land weiter vorangetrieben und die Beziehungen zu Europa und den USA weiter vertieft werden.

Der Direktor des PRuF, Prof. Dr. Martin Morlok, zeigte sich sehr erfreut über den Werdegang seines Schülers. Die Verbindung von Wissenschaft und politischer Praxis wird hier in besonderer Weise gelebt. Schon bei der Gründung des Instituts vor 25 Jahren hat sich das PRuF zum Ziel gesetzt, die demokratischen Entwicklungen national wie auch international zu begleiten und in die Gesellschaft hineinzuwirken. Die Aus- und Weiterbildung junger Parteienwissenschaftler ist neben der Beratungstätigkeit einer der Schwerpunkte unserer Arbeit. So haben wir über Jahre ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut und uns zu einem weit über die Landesgrenzen hinaus sichtbaren Zentrum für Parteienwissenschaften entwickelt. Bei den anstehenden Reformen des georgischen Parteien- und Parlamentsrechtes wird es auch in Zukunft Gelegenheiten zu einem wissenschaftlichen Austausch geben.

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