Deutsche Parteimitgliederstudie 2009

Im Mai wurde das PRuF-Forschungsprojekt "Deutsche Parteimitgliederstudie 2009" erfolgreich abgeschlossen. Die Studie wurde gemeinsam mit dem Arbeitsbereich für politische Soziologie der Leibniz-Universität Hannover unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich von Alemann und Prof. Dr. Markus Klein durchgeführt. Für dieses durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt wurden zum einen in einer repräsentativen postalischen Umfrage rund 17.000 Mitglieder aller sechs im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien befragt, zum anderen eine begleitende telefonische Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Der jüngst im VS-Verlag für Sozialwissenschaften erschienene undefinedSammelband „Parteimitglieder in Deutschland“ stellt nun die Ergebnisse der Studie einem breiten Publikum vor.

Das Buch gewährt Einblicke in das Innere der deutschen Parteiendemokratie: Wer tritt eigentlich in eine Partei ein und warum? Wie aktiv sind die Mitglieder? Wie zufrieden sind sie mit ihren Parteien und was würden Sie gerne ändern? Die Resultate, die auf einer ungewöhnlich breiten Datengrundlage basieren, sind zum Teil verblüffend und relativieren das medial ritualisierte Lamento vom unaufhaltsamen Niedergang der Parteien. Dass der Mitgliederrückgang der deutschen Parteien deren Funktionsfähigkeit bedroht, erscheint den Herausgebern nämlich keineswegs ausgemacht. Ihren Ergebnissen zu Folge sind die Mitgliederzahlen zwar durchaus rückläufig, der Anteil der besonders engagierten Mitglieder innerhalb der Parteien steigt aber an. Die Mitgliederbasis der deutschen Parteien löst sich also nicht gänzlich auf – so könnte die These lauten – sie schmilzt auf einen harten, aktiven Kern zusammen.

undefinedHomepage der Studie

 

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